„Jedes Bild in dieser Galerie ist durch ein forensisches Untersuchung verifiziert: Eine lückenlose Herkunft von der Optik bis zum Sensor schließt jegliche KI-Manipulation aus und garantiert authentische Lichtsetzung.“

 
 

Shania Graf & Jürgen Hauer

Shania Graf & Jürgen Hauer

Shania Graf & Jürgen Hauer

Irgendwann fotografiere ich nur noch monochrome

Irgendwann fotografiere ich nur noch monochrome

Irgendwann fotografiere ich nur noch monochrome


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Ein Trend wird das sicher nicht, ungeachtet dessen hat Leica vor kurzem eine weitere monochrome Digitalkamera die Leica Q2 monochrom mit 40 MP um schlappe 5.500 Euro herausgebracht. Zu analogen Zeiten war es kaum möglich so einen starken Kontrastumfang in die Schwarz/Weiß Fotografie zu bringen, wie es mit den heutigen Digitalkameras und Objektiven möglich ist. Die Bilder waren weicher und hatten nicht soviele Graustufen, bedingt durch das analoge Filmmaterial.
Das Weiche ist auch schön und hat sicher viel Charme. Mich fasziniert jedoch die heutige Technik und die Möglichkeiten, die sich in der Schwarz/Weiß Fotografie daraus ergeben. Durch Fokusstacking und kontrastreicher RAW Entwicklung läßt sich eine Schärfe in die Mikrokontraste der Bilder bringen, die einen sehr klaren Look erzeugen. Mir ist bewußt, dass das menschliche Auge und Hirn das Weiche in den S/W Bildern sucht. Ich versuche in meiner S/W Fotografie nicht einen alten Look nachzuahmen, sondern einen knackigen zu entwickeln und für mich neu zu entdecken. Gut, jeder wirds nicht mögen. Na und? Ich mag’s. 😉 Eine große Ausnahme sind Kopfportraits in Schwarz/Weiß, die fotografiere ich vorwiegend analog. Entweder entwickle ich mich in die Richtung Portraits nur mehr analog zu schießen oder ich schieße ein Set digital und eines analog. Die Zeit wird es zeigen. (JH)

 
 
 
 

Wenn Weiß zum Schatten wird: Die Illusion im High-Key

Wenn Weiß zum Schatten wird: Die Illusion im High-Key

Wenn Weiß zum Schatten wird: Die Illusion im High-Key

 
 

Wenn man in der Natur fotografiert, kann man sie dokumentieren, wie sie ist, oder man sieht sie so, wie man sie sehen will, und erschafft eine Illusion. Dieses High-Key-Portrait einer Erdkröte bricht radikal mit den Regeln der klassischen Tierfotografie. Statt das Lebewesen in seinem gewohnten Biotop, dem düsteren Waldboden, abzubilden, löst diese Aufnahme das Motiv vollständig aus seinem natürlichen Kontext. Hier wird die gewohnte Erwartungshaltung konsequent irritiert. Dabei passiert ein faszinierendes Paradoxon: Das gleißende Weiß wird hier zum eigentlichen Schatten.
In unserer Sehlogik ist Licht das Element, das Formen enthüllt und Details freilegt, während Dunkelheit Dinge verbirgt. Doch in diesem Bild kehren sich diese Prinzipien ins Gegenteil um. Die weiße Wand schluckt die gesamte Umgebung. Wo keine Finsternis mehr existiert, übernimmt das Licht die Funktion des Maskierens. Durch diesen extremen Minimalismus wird der Raum eliminiert. Übrig bleiben nur die reine Silhouette und die raue Textur der Haut. Dieser harte Kontrast verleiht dem Tier eine skulpturale Eleganz. Das Extrem wird so zum Werkzeug der Reduktion, um das Wesentliche freizulegen. (Shania Graf SG)