„Die maximale Power der Hauer Adams Skala Entwicklung”

„Die maximale Power der Hauer Adams Skala Entwicklung”

„Die maximale Power der Hauer Adams Skala Entwicklung”

 
 

Hier zeige ich die Kraft anhand eines Fremdbildes von Chris-Niccolls-Fujifilm-GFX-100S-Mittelformat-DPReview. Beachte das unbearbeitete RAW-File und die Entwicklung mit der HAS, wie weit sich der Kontrastschirm aufspannen lässt. Die Möglichkeiten eines Datensatzes zeigen sich erst, wenn man die Rohdaten konsequent nach dem Hauer-Adams-Protokoll (HAS 15.0) in Zonen zerlegt. In diesem Beispiel blieb die Sättigung der Farben komplett unverändert, um zu demonstrieren, wie viel stoffliche Substanz allein durch die Kontrolle der Tonwertdichte freigelegt wird. Lediglich der Luminanzwert wurde verschoben. Dass unser Auge dennoch eine kleine Farbverschiebung wahrnimmt, obwohl sie auf Datenebene nicht existiert, ist auf den Helmholtz-Kohlrausch-Effekt** zurückzuführen.
Anstatt globale Regler zu verwenden, verorte ich jedes Pixel präzise innerhalb des definierten Zonenspektrums. Das Ergebnis ist eine physikalisch fundierte Struktur, die ohne die üblichen Artefakte auskommt. Besonders gut lässt sich dies an zwei Stellen ablesen: am Rot der Flagge und an der Textur der hellen Nadelbäume. Die Farben wirken hier nicht „aufgedreht“, sondern erscheinen als direkte Folge des Lichts, das auf die Materie trifft. Da ich auf Rauschfilter oder Interpolations-Algorithmen verzichte, bleiben die Oberflächen in ihrer natürlichen Beschaffenheit erhalten. Das Bild gewinnt so eine Klarheit – ohne den Einsatz von Clarity- oder Schärfereglern –, die weniger auf optischer Täuschung basiert, sondern auf der logischen Ordnung der Zonierung, insbesondere der Mitteltöne, beruht. Damit belegt dieses Beispiel, dass die Hauer-Adams-Skala ein präzises Werkzeug ist, um Fotografie als Konstruktion zu begreifen. Man erkennt deutlich, dass die volle Kontrolle über das Licht nicht durch additive Effekte entsteht, sondern durch die bewusste Steuerung der Luminanz-Verteilung. Das HAS-Protokoll schafft so eine Form der Authentizität.
**Der Helmholtz-Kohlrausch-Effekt kann bei der Wahrnehmung auch eine subtile Farbverschiebung induzieren, da die unterschiedliche Empfindlichkeit der Zapfen (S-, M- und L-Typen) bei hoher Sättigung nicht nur die Helligkeit, sondern auch den wahrgenommenen Farbton beeinflussen kann. Da das visuelle System bei hochgesättigten Farben eine gesteigerte neuronale Aktivität verarbeitet, wird die spektrale Zusammensetzung subjektiv oft leicht verschoben interpretiert, was den Eindruck von Intensität oder einer anderen Nuance verstärkt. Diese Verschiebung ist jedoch kein physikalischer Fehler der Lichtquelle, sondern ein psychophysisches Phänomen, bei dem die Farbwahrnehmung durch die eng gekoppelte Verarbeitung von Luminanz und Chromatizität im Gehirn modifiziert wird. (Jürgen Hauer JH)